PRESSEERKLÄRUNG MUS-E KÜNSTLERiNNEN

Unerklärliches und Tatsächliches zur YMSD.

PRESSEERKLÄRUNG MUS-E KÃœNSTLERiNNEN

Beitragvon Ingo Stanelle » Mi 26. Jan 2011, 18:48

Pressemitteilung der MUS-E- KünstlerInnen:


Mit Bestürzung haben wir, die für MUS-E arbeitenden Künstler am gestrigen Tage vom eingeleiteten Insolvenzverfahren der Yehudi-Menuhin-Stiftung Deutschland erfahren.

Für uns Künstler kam diese Nachricht völlig überraschend.
Obwohl seit ca. 1 Jahr die Honorarzahlungen an uns Künstler unregelmäßig gezahlt wurden, gingen wir doch davon aus, dass die Stiftung durch öffentliche Mittel gesichert ist
und damit unsere Honorare für geleistete und abgerechnete Stunden gewährleistet sind.

Von Seiten der Stiftung erfolgte keinerlei Information über den tatsächlichen desolaten Zustand. Auch Nachfragen, ob der ausstehenden Honorare unsererseits schon im Frühjahr letzten Jahres, wurden von Seiten der Geschäftsführung nicht beantwortet. Stattdessen wurde auf ein Treffen im Herbst 2010 vertröstet, das jedoch nie stattfand.

Am 20.01.2011 bekamen wir per Mail durch die Stiftung mitgeteilt, dass die Mus-E-Stunden bis zur Klärung der finanziellen Angelegenheiten ausgesetzt werden.
4 Tage später wurden wir über das eingeleitete Insolvenzverfahren benachrichtigt.

Seit 1999 ist das MUSE-E Projekt der YMSD fest an Schulen in NRW etabliert.

Mittlerweile betreuen bundesweit an die 300 Künstler an die 20.000 Kinder. Der Grund für diese weiteVerbreitung liegt darin, dass nicht nur der Arbeitsalltag, sondern auch Studien verschiedenster Auftraggeber ( auch seitens der Regierung!) belegen, dass an MUSE-Schulen die Gewaltbereitschaft gesenkt wird, während die Toleranz und das Miteinander erhöht bzw. erleichtert werden. Dass auch Lernen in einer solchen Atmosphäre leichter fällt, ist ein wohl jedermann nahe liegender Schluss.
Die Kinder freuen sich jede Woche auf ihre „Musen“; DIE NUN LEIDER NICHT MEHR KOMMEN !

Neben unserer Arbeit, die wir seit vielen Jahren leisten, und die nicht nur wir als sehr wertvoll erachten, trifft uns, die Künstler, diese Insolvenz auch existenziell.

Da wir von keiner Seite Information erhalten, wissen wir nicht, wie es weitergehen soll oder überhaupt kann; tatsächlich sehen wir uns – als freischaffende Künstler –derzeit in unserer Existenz bedroht, zum einen für nicht gezahlte Honorare für geleistete Arbeit – obwohl die genehmigten staatlichen Fördermittel in Höhe von mehr als 1. Millionen Euro genehmigt sind und bereit stehen! - , zum anderen durch den Wegfall der ca. 300 Arbeitsplätze für uns Künstler.

Wir hoffen dass sich Politik, Verwaltung und Stiftung auf eine konstruktive Lösung einigen können und dass das Projekt Muse schnellstmöglich für alle Beteiligten weitergeht.


Katia Huberty
Monika Zudnochowski-Hensen
Angela Khuon-Siefert
Audrey Werle
Barbara Koxholt
Inge Bülte
Marc Oliver Höh
Anne Bazanella
Tatiana von Stülpnagel
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Re: PRESSEERKLÄRUNG MUS-E KÃœNSTLERiNNEN

Beitragvon leibeigen » Do 27. Jan 2011, 13:52

liebe kolleginnen und kollegen,

vielen dank, daß ihr so schnell reagiert habt und nun in unser aller namen an die presse gegangen seid!!
ich habe heute morgen mit frau reider von der bezirksregierung gesprochen. sie verwies darauf, daß sie die mails der ausstehenden honorare zunächst sammelt, damit sie uns über weitere schritte in kenntnis setzen kann. deshalb sollen wir auf jeden fall eine mail mit den ausstehenden beträgen an sie schreiben.

es wird ein insolvenzverwalter eingesetzt, der dann für unsere belange verantwortlich ist und die gesammte abwicklung übernimmt. die ansprüche der angestellten und auch der honorarkräfte gehen dabei vor.
wie ich von anderer stelle informiert wurde, müssen wir dann einen antrag auf leistung unserer honoraransprüche direkt bei diesem insolvenzverwalter stellen. ein solcher ist jedoch noch nicht bestimmt, ein aktenzeichen gibt es noch nicht, die sache ist in bearbeitung.

viele grüße aus bochum, anja feldmann
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Re: PRESSEERKLÄRUNG MUS-E KÃœNSTLERiNNEN

Beitragvon einhorn » Do 27. Jan 2011, 23:13

Ingo Stanelle hat geschrieben:Pressemitteilung der MUS-E- KünstlerInnen:


Mit Bestürzung haben wir, die für MUS-E arbeitenden Künstler am gestrigen Tage vom eingeleiteten Insolvenzverfahren der Yehudi-Menuhin-Stiftung Deutschland erfahren.

Für uns Künstler kam diese Nachricht völlig überraschend.
Obwohl seit ca. 1 Jahr die Honorarzahlungen an uns Künstler unregelmäßig gezahlt wurden, gingen wir doch davon aus, dass die Stiftung durch öffentliche Mittel gesichert ist
und damit unsere Honorare für geleistete und abgerechnete Stunden gewährleistet sind.

Von Seiten der Stiftung erfolgte keinerlei Information über den tatsächlichen desolaten Zustand. Auch Nachfragen, ob der ausstehenden Honorare unsererseits schon im Frühjahr letzten Jahres, wurden von Seiten der Geschäftsführung nicht beantwortet. Stattdessen wurde auf ein Treffen im Herbst 2010 vertröstet, das jedoch nie stattfand.

Am 20.01.2011 bekamen wir per Mail durch die Stiftung mitgeteilt, dass die Mus-E-Stunden bis zur Klärung der finanziellen Angelegenheiten ausgesetzt werden.
4 Tage später wurden wir über das eingeleitete Insolvenzverfahren benachrichtigt.

Seit 1999 ist das MUSE-E Projekt der YMSD fest an Schulen in NRW etabliert.

Mittlerweile betreuen bundesweit an die 300 Künstler an die 20.000 Kinder. Der Grund für diese weiteVerbreitung liegt darin, dass nicht nur der Arbeitsalltag, sondern auch Studien verschiedenster Auftraggeber ( auch seitens der Regierung!) belegen, dass an MUSE-Schulen die Gewaltbereitschaft gesenkt wird, während die Toleranz und das Miteinander erhöht bzw. erleichtert werden. Dass auch Lernen in einer solchen Atmosphäre leichter fällt, ist ein wohl jedermann nahe liegender Schluss.
Die Kinder freuen sich jede Woche auf ihre „Musen“; DIE NUN LEIDER NICHT MEHR KOMMEN !

Neben unserer Arbeit, die wir seit vielen Jahren leisten, und die nicht nur wir als sehr wertvoll erachten, trifft uns, die Künstler, diese Insolvenz auch existenziell.

Da wir von keiner Seite Information erhalten, wissen wir nicht, wie es weitergehen soll oder überhaupt kann; tatsächlich sehen wir uns – als freischaffende Künstler –derzeit in unserer Existenz bedroht, zum einen für nicht gezahlte Honorare für geleistete Arbeit – obwohl die genehmigten staatlichen Fördermittel in Höhe von mehr als 1. Millionen Euro genehmigt sind und bereit stehen! - , zum anderen durch den Wegfall der ca. 300 Arbeitsplätze für uns Künstler.

Wir hoffen dass sich Politik, Verwaltung und Stiftung auf eine konstruktive Lösung einigen können und dass das Projekt Muse schnellstmöglich für alle Beteiligten weitergeht.


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Re: PRESSEERKLÄRUNG MUS-E KÃœNSTLERiNNEN

Beitragvon einhorn » Do 27. Jan 2011, 23:22

Hallo

Als Technik Legasthenikerin hat es eine Weile gedauert bis ich das hier bewältigt habe. Gut daß ihr mit der Presse schneller gewesen seid als ich mit der Technik.
Würde mich gerne der Pr -Mitteilung anschließen?

Dürfen wir für Euch für den Dortmunder Raum textmäßig " beklauen"?

Ich versuche bisher über VERDI an Anwalt zu kommen- wer ist denn da noch Mitglied oder schon am Ball bei Verdi bzgl zb Sammelklage?

Eine vmt blauäugige Frage meinerseits: Liegts denn nu an der Stiftung oder irgendwelchem Bürokratischem Gehacke ? Die Gelder sind doch im Prinzip da Oder ?????

herzliche Grüße

Ute Einhaus ( bitte auch auf diesem Weg meine geänderte mail-adresse: ute.einhaus@gmx.de- dadurch hat mich in letzter Zeit leider nicxhts mehr erreicht...
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Re: PRESSEERKLÄRUNG MUS-E KÃœNSTLERiNNEN

Beitragvon Ingo Stanelle » Do 27. Jan 2011, 23:30

hi ute,

lange nix von dir gehört.
ja, wenn die kacke dampft, überwindet man sogar technische hürden . . . :D

ja, ich denke, es sollte kein problem sein, die PE in dortmund zu übernehmen, sie ist ja unabhängig von einzelnen künstlerInnen zu sehen.
anwalt ist immer gut. einige der in DU anwesenden künstlerInnen sind bei verdi, jedoch werden die sich nur ihre mitglieder kümmern, nicht aber um die masse an freelancern.

PS: im verteiler ALLER muse-künstlerInnen, der mir vorliegt, habe ich deine neue email bereits.

lg, ingo ;)
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Re: PRESSEERKLÄRUNG MUS-E KÃœNSTLERiNNEN

Beitragvon silvermoonblue » Do 27. Jan 2011, 23:58

hallo und guten abend...
bin neu hier und auch ein geprellter mus-e künstler...

ich habe die sache vorgestern ohne langes zögern meinem Anwalt übergeben...
laut auskünften durch das internet ist noch kein insolvenzantrag gestellt, aber wie auch immer...
nette telefonate und viel hoffnung werden meiner ansicht nach nichts bewirken...

es sollte jeder sehen, dass er seine ansprüche gegen die stiftung geltend macht!

sollte sich herausstellen, dass es seit längerem unregelmäßigkeiten gab, oder diese sogar von der stiftung verschuldet worden sind, sollte man eine sammelklage in erwägung ziehen...

gruß dennis
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Re: PRESSEERKLÄRUNG MUS-E KÃœNSTLERiNNEN

Beitragvon einhorn » Fr 28. Jan 2011, 00:01

hi ingo

Silke hatte mir den Link zu Deiner Seite geschickt- der wechsel von windows 98 kalt gepresst zu windows 7 war zu viel für mich

freelancer bin i auch und trotzdem bei VERDI,( nicht das die so toll wären-aber ne andere Orga seh ich für uns bisher auch nicht) sind auch für Freiberufler zuständig und hatten selbst Sammelklage vorgeschlagen im Ersttelefonat- da wären sicher auch die nicht-VERDIs eingeschlossen

Aber warten wir wohl mal bis wir wissen wer die Insolvenz verwaltet... Herr Zwegert?

lg Ute
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Re: PRESSEERKLÄRUNG MUS-E KÃœNSTLERiNNEN

Beitragvon Ingo Stanelle » Fr 28. Jan 2011, 00:02

@einhorn: LOL, hehe.


lg, ingo ;)
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Re: PRESSEERKLÄRUNG MUS-E KÃœNSTLERiNNEN

Beitragvon Sabine » Fr 28. Jan 2011, 12:07

Hallo Ingo, ich muß zwecks besseren Verständnisses noch ein paar Sachen abklären. melde mich dann wieder so gegen 14.00 h. LG Sabine
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Re: PRESSEERKLÄRUNG MUS-E KÃœNSTLERiNNEN

Beitragvon taran1ella » Fr 28. Jan 2011, 12:17

nur kurz ne Frage:
ist es sinnvoll beim Amtsgericht nen Mahnbescheid gegen die Stiftung aufzugeben?
Mir hat ein bekannter gesagt wenn ich das mache, wäre es evt. einfacher an die Kohle ranzukommen, da dann schon schriftlich vom Gericht festgehalten ist, was bei mir an Geld noch aussteht....
oder bringt das einfach mal gar nix und ich sollte das Geld (immerhin kostet zu ein Bescheid um die 25€) sparen :lol:
Annika
ich würde wenn es zu einer Sammelklage kommt mich gerne anschließen, bin aber auch nicht bei der Verdi... :?
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